Coaching Datenbanken – eine Geld-Quelle

Als Coach ist die Empfehlung der Motor für ein erfolgreiches Geschäft. Bevor diese Maschine ohne Stottern läuft, kann viel Geld verloren gehen. Dazu tragen auch Coach-Datenbanken in erheblichem Maße bei.

Am Anfang ist der Glaube. Der Glaube daran, dass die Präsenz in einer Datenbank Kunden anlockt.
Im Prinzip ein sehr einfaches Geschäftsmodell für die Anbieter dieser Dienstleistungen. Es genügt, eine Datenbank einzurichten und diese im Internet bereit zu stellen. Coachs, die sich hier darstellen möchten zahlen Gebühren. Es wird gelockt mit Premium Angeboten. Je mehr der Coach bezahlt, desto prominenter wird er dargestellt. Eine Datenbank mit 1000 Coachs von denen jeder z.B. 20 Euro pro Monat zahlt, erzeugt so rasch einen Umsatz von 240 000 € im Jahr. Die laufenden Kosten beinhalten lediglich die Wartung der Datenbank und die administrative Rechnungsstellung. Den Rest macht der „Nutzer“ selbst.
Als Einer von Tausend ist der Coach Teil einer Datenbank mit der er die Hoffnung verbindet, gefunden und gebucht zu werden. Angefeuert wird dieser Glaube durch Aufnahmekriterien, die dem Coach Glauben machen, aufgrund seiner Qualifikation zu denjenigen zu gehören, die bevorzugt gefunden werden. Eine Pseudo-Seriosität.
Was erwartet den Coach-Sucher? In der Regel beinhaltet jede DB eine regionale und alphabetische Suche, oft ergänzt um Themen, z.B. Karriere, Kommunikation, Führung in denen der Coach vermeintlich Feldkompetenz besitzt. Auf einer Nordseeinsel mag sich die regionale Suche noch lohnen, in einem Ballungsraum, wie z.B. Hamburg, werden bei einer regionalen Sachanfrage oft Hunderte von Coachs ausgeworfen. Die alphabetische Sortierung sorgt dafür, dass Coachs, deren Name nicht mit A,B oder C anfängt, im Nirvana der Ergebnisse verschwinden.
Eines ist sicher: Die Adresse eines Coachs kann mit einer DB gefunden werden. Ob dieser Coach dann die oder der „Richtige“ ist, ist dem Suchenden überlassen. An dieser Stelle wird oft auf das „Vorgespräch mit dem Coach“ hingewiesen.
Manche Datenbank-Betreiber haben auch aus dieser Not eine Tugend gemacht. Für eine prominente Darstellung als einer der „Top-Coachs“ (selbsternannt) sind nur ein paar Euro mehr fällig. Ganz ähnlich der Google Werbung. So verdient der Datenbank-Betreiber noch ein wenig mehr.
Was den Datenbanken fehlt ist eine differenzierte Sicht auf das Thema Coaching. Dazu müsste der Suchende aufgeklärt werden, welche Coachingverständnisse es gibt und wie sie sich unterscheiden.
Problem: Einerseits können nur wenige Coachs überhaupt erklären, welchem Coachingverständnis sie folgen, andererseits besteht die Gefahr, einem Coachingverständnis zu folgen, dass alles andere als werbewirksam ist. Wer will schon gerne einem „therapeutischen“ Verständnis zugeordnet werden, wo die Kunden doch im „Business“ locken?
Das eine Coach Datenbank auch kostenlos sein kann zeigt die Qualitätsgemeinschaft Systemischer Management Coachs – QG-SMC www.qg-smc.de

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